Beringung

Naturfotografie

Die Beringung von Vögeln

ist eine wichtige und spannende Möglichkeit, um Informationen über das Zugverhalten, aber auch über individuelle Lebensgeschichten einzelner Tiere zu erhalten. (Auch hier gilt: keine Haftung für verlinkte Seiten!)

  • www.geese.org ist zum Beispiel eine Plattform zur Meldung von Gänsevögeln:
    Ich melde dort seit vielen Jahren Beobachtungen von farbberingten Schwänen und als ich mich erstmals registriert habe, wurde ich vom Administrator gefragt, ob auch die Ringelgans-Ablesungen aus den 1980er Jahren von mir stammen.
    Und so erfuhr ich Lebensläufe von Vögeln, die ich lange vor Zeiten des Internets mit Papier und Stift als Zivi auf Hallig Langeneß gemeldet hatte. Am meisten beeindruckt hat mich eine Ringelgans, die zuletzt 2003 abgelesen wurde und somit über 30 Jahre alt geworden ist.
  • https://www.icora.de/ ist eine Seite zur Erfassung von farbberingten Kranichen. Hier im Wendland konnte ich noch keine ablesen, aber auf dem Darß vor einigen Jahren waren einige Ablesungen möglich,
  • Ansonsten sind Meldungen an http://www.proring.de/index.html oder an die Beringungszentralen der Vogelwarten Wilhelmshaven, Hiddensee und Radolfzell eine Möglichkeit Ringfunde zu melden: http://proring.de/deutsche-beringungszentralen.html
    Und auch hier sind spannende Erkenntnisse möglich: So konnte ich anhand von Fotos bereits Fischadler ablesen.
  • Mein eindrücklichstes Erlebnis war die Lebensgeschichte einer Beutelmeise, die mehr als 10 Jahre vor meiner Ablesung als erwachsener Vogel im mehr als tausend Kilometer entfernten Nordwesten Frankreichs beringt wurde.
  • Weißstörche:
    Aus meinen NABU-Verbänden kenne ich es eigentlich so, dass die oder der Storchenbeauftragte einen guten Überblick über die anwesenden und / oder brütenden Vögel hat. Im Nachbarkreis Stendal in Sachsen-Anhalt ist das offenbar anders, so dass ich auch da Ringablesungen melde. Interessant bisher: Die Störche im "Osten" waren ausnahmslos ost-beringt, also mit Kennung "Hiddensee".
  • Schwarzstörche:
    Der Ringstorch auf dem 2024er Kalendertitel konnte anhand weiterer Fotos aus meiner Serie identifiziert werden als T900, beringt in 2019 als einer von drei Nestlingen in MV.
    Den ebenfalls mit angebrachten GPS-Datenlogger hat er offenbar verloren. Ich erwarte trotzdem demnächst eine spannende Publikation über das Zugverhalten der Art, wahrscheinlich mit Implementierung genetischer Aspekte.